Diesen Sommer konnten junge ebenso wie erwachsene Besucherinnen und Besucher das Gartenreich Dessau-Wörlitz facettenreich erleben. Ein Projekt führte unsere Vermittlung sogar in weite Ferne.
Sommerferien
Während der Sommerferien wurden die Schlösser und Gärten des Gartenreichs zu Erkundungs- und Erlebnisorten für Kinder und Familien. Bei der Sommerferienwerkstatt „Klangspuren in Oranienbaum“ begaben sich Ferienkinder gemeinsam mit dem Klangkünstler und Sinologen Benjamin Stache auf Streifzüge durch die Schlossanlage, den Schlosspark und das Chinesische Haus. Dabei versetzten sie sich nach China sowie in eine andere Zeit und sammelten Klänge und Geräusche, um eine ganz eigene musikalische Geschichte zu bauen.
Die Rucksacktour „Gartendetektive“ im Wörlitzer Park sowie die Schlosserlebnishefte und digitalen Rallyes in der Gartenreich-App boten Familien die Möglichkeit, ganz individuell auf Entdeckungstour zu gehen.
Beim Erkunden des Chinesischen Hauses © KsDW, Theresa Messing
Club der Erbprinz:innen
Ab Mai lud das neue Format „Club der Erbprinz:innen“ junge Erwachsene zu einem offenen Treffen im Schloss Luisium ein. Jeden vorletzten Donnerstag im Monat trafen sich die Teilnehmenden in gemütlicher Atmosphäre, um das Gartenreich kennenzulernen und sich mit Themen wie nachhaltigem Wirtschaften oder Bildungsgerechtigkeit, die auch schon im Gartenreich des 18. Jahrhunderts gesetzt wurden.
Gemeinsam eine neue Zukunft weben
In den Sammlungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz befinden sich bis heute beeindruckende Kunstwerke aus dem Südpazifik, die der Naturforscher Georg Forster dem Fürstenpaar Franz und Louise von Anhalt-Dessau 1775 schenkte. Unter den Kunstwerken sind auch 18 Objekte aus dem polynesischen Königreich Tonga.
Im Rahmen eines Förderprojektes der Kulturstiftung des Bundes reisten Silke Wallstein und Dr. Christoph Willmitzer, zwei Mitarbeitende der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, gemeinsam mit der Textilkünstlerin Johanna Rogalla aus Halle nach Tonga. Sie trafen sich dort mit Kunstschaffenden sowie Pädagoginnen und Pädagogen, nahmen an Workshops teil und besuchten Ausstellungen.
Dieser Kulturaustausch diente der Auslotung einer möglichen längerfristigen Kooperation, denn die Wörlitzer Südseeausstellung soll in den kommenden Jahren um zeitgemäße Perspektiven aus deutscher und aus tongaischer Sicht erweitert werden. Geplant sind künstlerische und pädagogische Projekte mit und für verschiedenen Zielgruppen aus Deutschland und Tonga.


